Schon vor 5 Jahren schrieb Spiegel Online einen Artikel, der deutlich aufzeigte, dass Homöopathie ein Irrweg ist. Irrweg in der Hinsicht, dass derjenige irrt, der glaubt homöopathische Präparate könnten aufgrund ihrer Inhaltsstoffe heilen. Die Wirkung von Homöopathie, sofern vorhanden, beruht ausschließlich auf Einbildung, so der Artikel.
Nun stellen sich die Regierungsverantwortlichen in Ihrem verzweifelten Sparwahn verständlicherweise die Frage, sollte Einbildung, sprich Homöopathie, von den Krankenkassen bezahlt werden?
Auch wenn ich bisher noch nicht viel Vernünftiges von Minister Rösler gehört habe, muss ich ihm diesmal zustimmen, eine Wahlfreiheit der Versicherten über verschiedene Tarife halte ich für eine gute Lösung. Damit Ist der Streit, zumindest was die Finanzierung von Homöopathie angeht, überflüssig. So kann jeder selbst entscheiden, ob er bereit ist für seine Einbildung etwas zu bezahlen oder nicht.
Homöopathie mit dem Verweis auf Naturheilverfahren und deren Verwendung in der Schulmedizin zu rechtfertigen, wie es Renate Künast tat, halte ich dagegen für ein irreführendes Ablenkungsmanöver. Denn Homöopathie ist nur eines unter vielen Naturheilverfahren und findet meines Wissens in der Schulmedizin lediglich in Placebos Anwendung.
Da gebe ich dir Recht. Es ist in Ordnung wenn Naturheilverfahren die wirklich Wirkung zeigen (siehe Akupunktur) von der Allgemeinheit getragen werden. Eine Behandlungsmethode die nachweislich nur soviel wie ein Placebo hilft, sollte nicht durch die Beiträge abgedeckt werden.
VG
Inga
Geschrieben von Inga74 | Juli 14, 2010, 3:37 pm